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NZZ am Sonntag, 2. Juni 2019

Längere Laufzeiten für Brückentechnologie

Wie die NZZ am Sonntag berichtet, rechnet der Bund in Szenarien für die Energieperspektiven 2050+ mit längeren Betriebszeiten für die Kernkraftwerke als bisher angenommen wurde. Die AKW sollen, solange sie sicher und wirtschaftlich betrieben werden können, 60 Jahre am Netz sein. Grundsätzlich verfügen die Schweizer Kernkraftwerke über eine unbefristete Betriebsbewilligung.

Grund für die Überlegungen sind die Klimakrise und der schleppende Ausbau der erneuerbaren Energien, schreibt die NZZ am Sonntag. Die Energieperspektiven 2050+ sollen zwar erst Ende 2020 vorliegen, doch müsse das Bundesamt für Energie sich mit dem Szenario der längeren Laufzeiten der Realität anpassen. BFE-Sprecherin Marianne Zünd wird mit der Aussage zitiert: «Würde man für die Energieperspektiven 2050+ bei der Annahme bleiben, dass die Schweizer Kernkraftwerke generell 50 Jahre in Betrieb sind, würde die Realität ausgeblendet, da zumindest eines der Werke diese Laufzeit bereits erreicht hat. »

Gemeint ist Beznau I, das seit Jahr 50 Jahre am Netz ist und klimafreundlichen Strom liefert. Kernkraft ist die zentrale Brückentechnologie zur Erreichung der Energiestrategie. Ihr Strom ist nahezu CO2-frei. Nimmt man, unter der Voraussetzung, dass sie sicher und wirtschaftlich betrieben werden können, eine Laufzeit von 60 Jahren an, stünden bis 2030 rund 10 TWh mehr zur Verfügung, und bis 2040 wären es noch 8 TWh Co2-freundlich produzierter Strom. Dies ist vor dem Hintergrund der Klimadiskussion besonders wichtig. Zudem tragen die AKW wesentlich zur Versorgungssicherheit in der Schweiz bei.

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