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Neue Zürcher Zeitung, 22. Mai 2019

Sicherheit der Stromversorgung in Gefahr

Die Debatte um die Stromproduktion in der Schweiz wird immer intensiver. Unter dem Titel «Mehr Power gegen den drohenden Strommangel» macht Helmut Stalder in der NZZ eine Auslegeordnung zur künftigen Stromversorgung der Schweiz. Es besteht akuter Handlungsbedarf.

Die Sicherheit der Schweizer Stromversorgung ist langfristig gefährdet.

Im Winterhalbjahr stellt die Schweizer Stromversorgung zunehmend auf Importe ab. Das erhöht die Gefahr eines akuten Strommangels. Gemeint sind grossfächige Abschaltungen, Stromrationierungen und Blackouts. «Eine lange, schwere Strommangellage ist laut den Risikoanalysen den Bundes die derzeit grösste Gefahr für die Schweiz», schreibt Stalder. Die Folge von solchen Ereignissen wären immense Vermögensverluste und wirtschaftliche Einbussen. Es gäbe Verletzte, Kranke und Tote. Und der Schaden betrüge mehr als 100 Milliarden Franken.

Der Artikel zeigt die Situation schonungslos auf und ist ein weiterer Indikator dafür, dass vor dem Hintergrund der Klimadiskussion auch die Diskussion um die künftige Stromversorgung in der Schweiz an Intensität zulegt. Fakten und Realitätsbezug müssen das Wunschdenken ablösen. Für die Wirtschaft und Gesellschaft ist die Stromversorgung absolut zentral. Heute ist die die Schweizer Stromproduktion weitgehend CO2frei und die Versorgungssicherheit ist gewährleistet. Für die Zukunft braucht es überzeugende Strategien, damit einerseits eine klimafreundliche Stromproduktion erhalten werden kann und gleichzeitig die Sicherheit der Stromversorgung gewährleistet ist.

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